Home  
  Kontakt  
  Englisch  
  Intern  
  Impressum  
HaematoOPT
HaematoOPT
Modell-basierte Optimierung und Individualisierung von Behandlungsstrategien in der Hämatologie
HaematoOPT
HaematoOPT
Modell-basierte Optimierung und Individualisierung von Behandlungsstrategien in der Hämatologie

HaematoOPT - "Modell-basierte Optimierung und Individualisierung von Behandlungsstrategien in der Hämatologie"

Förderkennzeichen: 031_A424

Koordination: Prof. Dr. Ingo Röder, Institut für medizinische Informatik und Biometrie, Technische Universität Dresden
Stellv. Koordination: Prof. Dr. Markus Löffler, Institut für medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Universität Leipzig

Kurzbeschreibung:

Zentrales Ziel dieses Projektes ist die Demonstration der praktischen Anwendbarkeit mathematischer Modelle zur Beschreibung normaler und leukämischer Blutbildung im Rahmen klinischer Entscheidungsprozesse. Das Projekt basiert maßgeblich auf Modellen, die innerhalb der letzten Jahre in beteiligten Arbeitsgruppen entwickelten worden. Hierbei handelt es sich um mathematische Modelle der drei Hauptentwicklungslinien hämatopoetischer Zellen (d.h. der Erythropoese, Granulopoese, Thrombopoese) und deren Regulation durch Wachstumsfaktoren sowie um Modelle zur Beschreibung hämatopoetischer Stammzellen. Letztere wurden bereits zur Beschreibung der Entwicklung und des Behandlungsverlaufes klonaler Erkrankungen des blutbildenden Systems (z.B. chronische myeloische Leukämie, CML) eingesetzt.

Diese Modelle, die in enger Kooperation zwischen Grundlagenforschern und klinischen Studiengruppen in der letzten zehn Jahren entwickelt und konsolidiert wurden, sind nunmehr auf einem Entwicklungsstand, welcher es realistisch erscheinen lässt, sie auch im Rahmen klinischer Entscheidungsprozesse praktisch anzuwenden. Um dies zu ermöglichen, ist sowohl eine Weiterentwicklung wie auch eine Anpassung entsprechend neuer biologischer Erkenntnisse notwendig. Speziell werden wir die Modelle zukünftig dahingehend erweitern, dass eine explizite Beschreibung der Patienten- und Therapieheterogenität inklusive individueller Risikofaktoren möglich ist, um Risiken adaptierter Therapien besser abschätzen und individualisierte Therapiekonzepte entwickeln zu können.

Das vorgeschlagene, interdisziplinäre Konsortium vereint Mathematiker und Bioinformatiker mit aktiv klinisch arbeitenden Hämatologen sowie Biologen. Hierbei bauen wir auf einer Reihe existierender, langjähriger Kooperationen zwischen einigen Mitgliedern des Konsortiums auf. Weiterhin konnte bereits in der Vergangenheit gezeigt werden, dass modellbasierte Studienplanung im Bereich der Behandlung von Lymphomen und Leukämien nutzbringend zur Erzielung verbesserter Behandlungsergebnisse eingesetzt werden kann. Einige Partner sind federführend in internationalen Studiengruppen involviert; ein Fakt der es unserem Konsortium ermöglicht, Zugriff auf neueste Studiendaten zu erhalten bzw. auf direktem Wege zur Planung und Initiierung neuer Studien beizutragen.

Aufbauend auf diesen sehr guten strukturellen Voraussetzungen ist geplant, die vorhandenen Modelle so zu erweitern und aufzuarbeiten, dass ihr klinischer Nutzen sowie ihre praktische Anwendbarkeit konkret demonstriert werden kann. Weiterhin streben wir an, die Modellierung und Modellvalidierung in einer Art und Weise zu realisieren, die es ermöglicht, zu einem späteren Zeitpunkt zertifizierte Softwareprodukte zu entwickeln.